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Ein heller, sonniger Platz am Fenster soll es sein, aber bitte kein direktes Sonnenlicht. Der Fachhandel bietet spezielle Leuchtstoffröhren (Vollspektrumlampen) mit UVA und UVB-Anteilen für Vögel an. Bitte denken Sie unbedingt an die elektronischen Vorschaltgeräte,die das Flimmern der Röhren regeln. Es geht bei den Vollspektrumlampen nicht um die Helligkeit, sondern um den UV-Anteil des sonnenlichtes, welches von Fensterscheiben heraus gefiltert wird.
Auch sollte der Standort zugfrei sein. Auf Durchzug reagieren alle Papageien sehr empfindlich !!! In keinem Fall sollte der Käfig - nein, die Voliere - an der Heizung stehen. Sollen die Vögel in die Familie integriert werden, so gehören sie keinesfalls in die Küche. Dort lauern viel zu viele Gefahren. Ideal wäre natürlich ein eigenes Zimmer nur für die Papageien - kann leider nicht jeder bieten. Wichtig: die Voliere muss wenigstens an einer Wand stehen - besser von zwei Seiten geschützt sein - damit den Papageien Rückendeckung geboten wird. Die Vögel mÃüssen sich sonst permanent nach allen Seiten wie in der Natur absichern. Das führt zu Dauerstress.
Die "Wohnung" der Vögel kann nicht groß genug sein !! Rechnen Sie mit einem Kubikmeter pro Vogel. Zum Vergleich: würden SIE die nächsten 40 - 50 Jahre in einer Gästetoilette verbringen wollen? So viel Platz muten manche "Papageien-Liebhaber" ihren Vögeln zu. Keinesfalls darf der Käfig rund sein, hier gibt es keine Rückzugmöglichkeit! Leider gibt es solche immer noch im Handel.
Die Gitterstäbe müssen waagerecht verlaufen, damit die Vögel klettern können.
Naturäste in verschieden Stärken (z.B. ungespritzte Obsthölzer) dienen als Fußgymnastik und beugen schmerzhaften Schwielen vor. Die handelsüblichen Rund(hart)hölzer sind für die Papageien eine Zumutung!!!
Die Voliere ist kein Gefängnis!! Sie hat Türen, die man öffnen kann!!
Edelstahlnäpfe eignen sich am besten in der Papageienhaltung. Plastiknäpfe und Futterautomaten werden spröde und veralgen sehr schnell. Pro Vogel je einen Napf für Trockenfutter und Obst bereitstellen. Eine Wasserschale reicht. Denken Sie daran, die Näpfe so anzubringen, dass die Papageien nicht hineinkoten.
Als Einstreu eignen sich Buchenholzspäne (Papageienfachhandel), das aber täglich sehr sorgfältig nach heruntergefallenem Obst abgesucht werden muss. Manche Papageien graben gern im Sand, das mit Anis angereichert ist. Zeitungspapier ist eine echte Alternative für die Vögel, die es nicht zerfleddern und auffressen.
Papageien sind neugierig und verspielt. Gut sortierte Fachgeschäfte bieten spezielles Spielzeug für Papageien an. Tipp: kaufen Sie genügend Spielzeug zum austauschen. Ihrem Kind würden Sie auch nicht zumuten, jahrelang mit den gleichen Bauklötzchen zu spielen. Ein Vogel, der den ganzen Tag im Käfig "geparkt" wird, fängt sehr schnell an, zu schreien oder gar zu Rupfen.
Bieten Sie den Vögeln einen Kletterbaum oder einen Sitzplatz am Fenster an - das schont die Möbel.
Der Hauptstamm steht in einem mit Zement ausgegossenem Pflanzkübel
So ähnlich könnte beispielsweise der Sitzplatz am Fenster aussehen
Somit kommen wir zu der Frage:
Wie viel Zeit brauche ich? Auch paarweise gehaltene Papageien beanspruchen einen erheblichen Teil Ihrer Zeit. Sie müssen die Vögel beim Freiflug beaufsichtigen (es sei denn, Sie haben ein Vogelzimmer), den Käfig reinigen und Federn, Futterreste und Staub entfernen. Denn Papageien hinterlassen, wo sie gehen und stehen/fliegen ihre Spuren. Auch an dem nagelneuen Wohnzimmerschrank !!! Es ist den Papageien völlig "wurscht", ob die Komode von Oma aus dem 19. Jahrhundert stammt. Er ist aus Holz (und höchstwarscheinlich noch mit giftiger, bleihaltiger Farbe gestrichen) !! Daß die Vögel mit Freude Ihre Pflanzen "untersuchen" werden, muß nicht erst erwähnt werden.
Die laufenden Kosten sind im hohen Maße von Haltungsweise und Anzahl der Vögel abhängig. Darum sind die hier aufgeführten Kosten nicht für jeden Halter relevant. Ebenso wenig lassen sich konkrete Zahlen nennen.
Hier eine Liste möglicher Kosten:
- Behandlungen im Krankheitsfall (nicht unerheblich)
- Vorsorgeuntersuchungen
- Futtermittel, Vitaminpräparate, Grit
- Reinigungs- und Desinfektionsmittel
- Reparaturen
- Urlaubsvetretungen (falls nicht auf Gegenseitigkeit vereinbart)
- Strom, Heizung, Wasser
Personen, die unter einer Feder- oder Federstaub-Allergie leiden, können keine Papageien halten. Im Zweifelsfall muß der Hausarzt einen Allergietest durchführen. Auch Menschen, die anderweitig von Allergien betroffen sind, sollten Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten. Hier besteht ebenfalls die Gefahr einer allergischen Reaktion.
Der wahre Papageienfreund hält seine Vögel mindestens paarweise !!!
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