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Spix-Ara (Cyanopsitta spixii, Wagler, 1892)

Keine Unterarten

Seit 2001 gilt der Spix-Ara als ausgestorben in Freiheit!!!

Februar 2003

Größe: 56cm

Beschreibung:
Grundgefieder matt blau; Rücken und Schwanzoberseite kräftiger blau; nackter Zügel- und Wangenbereich dunkelgrau, schwarzer Schnabel; graue Füße; Iris hellgelb

Verbreitung:
Nordost Brasilien in Süd-Piaui (Parnagua)
Nordost Bahia(Juazeiro)
evtl. südlichste Zipfel von Maranhao, ebenso Nordost Goias/Pernambuco

Lebensraum:
Der Spix-Ara lebt in einer Region die sich durch eine hohe Zahl von kleineren Wasserläufen kennzeichnet, die Saisonal mehr oder weniger austrocknen. Entlang dieser Wasserläufe wachsen im Vergleich zur Umgebung hohe Bäume. Die typischste Art dieser Bäume ist die "Craibeira"(Tabebuia caraiba).

Status:
Extrem gefährdet. Die Population des Spix-Aras war nie besonders groß; durch Fang wurde der Bestand in Freiheit bis auf ein Männchen reduziert, welches sich einem Rotrücken-Ara Weibchen anschloss. Es wurde versucht, durch Wiedereinbürgerung die Population erneut aufzubauen. Der Vogelpark Walsrode stellte vor einigen Jahren ein Spix-Ara Weibchen zur Verfügung welches von einer großen deutschen Fluglinie kostenlos ausgeflogen wurde. Leider scheiterte dieser Versuch – das Männchen blieb lieber bei seinem Rotrücken-Ara Weibchen.

Das brasilianische Institut für Umwelt und erneuerbare Ressourcen (IBAMA) hat am 1. Dezember 2000 mitgeteilt, dass der letzte frei lebende Spix-Ara verschwunden ist. Das Männchen ist etwa 19 Jahre alt; es wird vermutet, dass es Opfer eines Beutegreifers wurde oder an einer altersbedingten Krankheit eingegangen ist. Es ist allerdings nicht bekannt, wie alt Spix-Aras im Freiland werden können.

Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Spix-Ara aufgrund der Trockenheit und auf der Suche nach Nahrung in ein anderes Gebiet geflogen sein könnte. Deshalb haben Mitarbeiter des IBAMA jetzt eine großflächige und intensive Suche nach dem "Letzten seiner Art" eingeleitet. Es wird ausgeschlossen, dass der Ara von Wilddieben gefangen wurde, da er unter ständiger Beobachtung gestanden hat und sich auch unter den Einheimischen ein Bewusstsein für die Einzigartigkeit dieses Tieres entwickelt hat.

Sollte das Spix-Ara Männchen tatsächlich gestorben sein, gibt es lediglich eine Population von 60 Tieren in Menschenobhut, davon 55 ebendort aufgezogen. Alle unterliegen einem einzigartigen Zuchtprogramm, und es gibt nur fünf Anlagen auf der ganzen Welt, in denen Spix-Aras gezüchtet werden dürfen. Natürlich strebt man an, mit Hilfe dieser Tiere eine neue Wildpopulation aufzubauen, doch dieses Unterfangen wird allgemein sehr kritisch betrachtet, da die Erfolgsaussichten als eher gering eingeschätzt werden. Der letzte frei lebende Spix-Ara hat jedenfalls einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, Kenntnisse zum Leben dieser Art in Freiheit zu erhalten, durch die vielleicht zukünftig eine erfolgreiche Auswilderung möglich sein wird.

Mauricio Santos, ein Papageienzüchter in Recife, Brasilien, hat es erstmals geschafft, zwei Spix-Aras zu züchten. Er ist einer der ganz wenigen von der Regierung autorisierten Papageienhaltern Brasiliens, denen die Haltung dieser bedrohten Ara-Art erlaubt wurde. Für die genetische Vielfalt der Art ist besonders wichtig, dass Santos´ Vögel für Nachwuchs sorgen, da diese bisher noch nicht gezüchtet hatten.

Weitere Infos: http://www.bluemacaws.org/spixde.htm