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Mohrenkopfpapagei (Poicephalus senegalus, Linné) 2 Unterarten
 Foto: H. Niemann
Der Mohrenkopfpapagei gehört zu der Gattung Langflügelpapageien, die sich in neun Arten unterteilen. Sein Verbreitungsgebiet ist Zentralafrika. Der Vogel erreicht etwa eine Länge von 24 cm. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Der Mohrenkopfpapagei kann in drei Unterarten eingeteilt werden, wobei sich der Unterschied auf die Bauchfärbung bezieht. Bauchfärbungen in Gelb, Orange und Rotorange sind möglich.
Savannen und lichter Busch sind sein Lebensraum, wobei er paarweise oder in kleinen Flügen von 10 bis 20 Vögeln auch die Maisfelder und Bananenplantagen besucht und dort Schäden anrichten kann. Dabei sind die Vögel sehr scheu und fliegen bei Störungen kreischend davon. Sonst ernähren sie sich von verschiedensten Samen, Früchten (besonders gern von Feigen) und Blattknospen.
Seinen Namen hat der Mohrenkopfpapagei seinem dunklen Kopfgefieder zu verdanken. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt, doch hat das Weibchen einen zierlicheren Kopf. Auch ist es am Bauch nicht so orange gefärbt wie das Männchen, sondern es herrscht oft ein mehr gelblicher Farbton vor. Jungvögel sind matter grün und haben noch kein gelbes Bauchgefieder. Bei ihnen ist die Iris noch schwarz, wird dann grau und erst im 2. Lebensjahr gelb.
Da Mohrenkopfpapageien (Poicephalus senegalus) pflegeleichter als die meisten Papageien sind, geben sie ideale Heimtiere für Personen mit wenig Vorerfahrung in der Papageienhaltung ab. Die geringe Größe der Papageien hat zwei wichtige Vorteile: Sie sind einfach in der Handhabung, und man kann sie in der Regel gut in der Wohnung halten. Ihre Stimme ist jedoch sehr schrill; dieser Punkt wird eventuell vom Käufer eines jungen Tieres übersehen. Er trifft jedoch auf die meisten „kurzschwänzigen" Mitglieder der Papageienfamilie zu. Keinesfalls sollte ein Käufer einen älteren Vogel kaufen, wenn er ihn als Heimtier möchte. Er wird sonst sehr enttäuscht sein, wenn das Tier nicht zahm wird.
Ein Jungvogel ist häufig ab dem ersten Tag zahm und zutraulich und wird ein entzückendes Heimtier. Die Erkennung eines Jungvogels ist einfach. Seine Augen (genauer gesagt: die Iris) sind dunkel. Vergleichen Sie diese mit denen eines ausgewachsenen Tieres: Die Iris seiner Augen sind leuchtend gelb. Darüber hinaus ist die Gefiederfärbung wesentlich intensiver. Extrem junge Tiere haben einen grauen und rosafarbenen Schnabel, der sich bald vollständig grau färbt. Bei Adulttieren ist die Gefiederfärbung beider Geschlechter gleich. Da es bei Heimvögeln unüblich ist, das Geschlecht mittels DNA-Analyse zu bestimmen, kann der Käufer nicht sicher bezüglich des Geschlechts sein. Dies ist jedoch nicht wichtig, da Weibchen und Männchen gleichermaßen gute Heimtiere abgeben und beide – wenn auch begrenzt – menschliche Laute lernen können. Einige Vögel werden sehr gute Imitatoren.
Mit einer Futtermischung, der täglich vorzugsweise mindestens 20% frische Früchte und Gemüse beigemischt werden, bleiben sie in guter Verfassung. Wenn den Tieren von klein auf möglichst viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten angeboten und diese regelmäßig gegeben werden, sind Vitaminzusätze zum Futter nicht nötig. Sämtliche benötigten Vitamine sind im Gemüse wie Karotten, frischer Mais, Kürbis und roter Paprika enthalten. Diese sollten in Stücke geschnitten werden, die groß genug sein müssen, dass sie mit dem Fuß gehalten werden können. Das gängige Obst wie Apfel, Orangen und Weintrauben sowie saisonal erhältliche Früchte wie Granatapfel können angeboten werden. Gekochter Mais und gekochte Bohnen werden von jungen Vögeln gerne angenommen, es kann jedoch schwierig sein, erwachsene Tiere davon zu überzeugen. Zusätzlich zu Körnerfutter kann das Grünfutter angeboten werden: die Samenstände der Wildgräser, Vogelmiere, Gänsedistel und junge Löwenzahnblätter. Im Herbst bilden die Beeren von Feuerdorn und Holunder (nur vollreif!) einen wertvollen Futterzusatz.
Die normale Gelegegröße umfasst drei, seltener vier Eier. Das Weibchen bebrütet sie 27 oder 28 Tage.
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