zwei Loras
papageienfreunde.com

Königsamazone (Amazona guildingii Vigors 1837)

Dezember 2003

Größe: 40cm

Beschreibung:
Die Königsamazone gehört zu den größten und farbenprächtigsten der 29 Amazonenarten; jede einzelne Königsamazone zeigt eine individuelle Färbung - ähnlich wie die Gesichtsfärbung der Blaustirnamazonen. Trotzdem kann man zwei Farbvarianten grob unterscheiden: die bronzefarbenen und die grünen Vögel. Der Rücken der grünen Variante zeigt ein sattes dunkelgrün, wobei jede Feder hellgrün gesäumt ist; der Bauch ist leicht bronzefarben. Die bronzefarbenen Vögel haben einen dunkelbraunen Rücken, der über dunkelorange bis tief bronze- oder kupferfarben gehen kann. Die Schnäbel sind hornfarben, Füße grau, der nackte Augenring hellgrau, Iris orangerot.

Verbreitung:
Insel St. Vincent in den Kleinen Antillen

Lebensraum:
hauptsächlich in feuchten Wäldern zwischen 300m und 700m Höhe

Status:
durch Habitatzerstörung stark gefährdet; Schätzungen liegen bei 550 - 750 Vögeln.
Im gebirgigen, schwierig zu bestellenden Inselinnern werden viele Bäume für die Produktion von Holzkohle gefällt. Da hierbei vorzugsweise grosse, alte Bäume Verwendung finden, werden die Amazonen zusehends ihrer wichtigsten Nist- und Futterplätze beraubt.
Glücklicherweise hat die Regierung von St. Vincent den bedrohlichen Rückgang der Königsamazone erkannt - und gehandelt. Zum einen hat sie den farbigen Papagei zum Nationalvogel erkoren und damit den Willen kundgetan, diese Tierart unter allen Umständen zu erhalten. Zum anderen hat sie ein ausgedehntes, gut bewachtes Königsamazonen-Reservat im Innern der Insel geschaffen. Es ist so bemessen, dass eine grössere und damit langfristig überlebensfähige Papageienpopulation darin Platz finden sollte. Gegenüber der landhungrigen Inselbevölkerung lässt sich die Ausweisung des Reservats dadurch rechtfertigen, dass es für die Wasserversorgung der Insel von grosser Bedeutung ist und deshalb auch dem Schutz der lokalen Bevölkerung vor saisonaler Dürre dient. So stehen die Chancen für den Fortbestand der stark bedrängten Königsamazone heute nicht allzu schlecht.

Lebensweise:
werden heute meist nur einzeln, in Paaren oder kleine Gruppen mit ca 30 Vögeln in hohen Bäumen angetroffen, wo sie durch ihr Gefieder hervorragend getarnt sind. In Gebieten, wo sie nicht bejagt werden, können sie recht zutraulich werden und lassen sich nur durch massive Störungen zum Auffliegen bewegen. Das Flugbild ist geradlinig mit kräftigen Flügelschlägen; während des Fluges laute Rufe wie “kwoa-kwoa”, schrilles Quieken oder auch “Quasseln”.

Ernährung:
Beeren, Samen, Blüten und Knospen, Früchte

Gefangenschaft:
da diese Amazonenart so extrem selten gehalten wird (überhaupt nicht in Gefangenschaft gehalten werden sollte!), soll hier auf eine Beschreibung verzichtet werden.