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Glanzflügelpapagei (Pionus chalopterus, Fraser) 1 Unterart
Gesamtlänge: 28 cm.
Männchen und Weibchen: Kopf und Unterseite bläulich-schwarz; Kehle creme-weiß, Hals rosarot; Flügeldecken bronzefarben; Schwingen dunkelblau; Bürzel, Unter schwanz und Unterseiten der Flügel hellblau; Unter schwanzdecken rot; unbefiederter Augenring rosa; Schnabel gelblich; Füße fleischfarben; Iris dunkel- braun. Jungvögel haben grüne oder grün gesäumte Flügeldecken und einen gelblichen Augenring.
Verbreitung: Nordwesten Südamerikas, Nordwest-Venezuela, Nordwest-Peru bis West-Ecuador und Südwest-Kolumbien.
Lebensraum: Tropische und sub- tropische Bergwälder.
Haltung: Vor 1970 war der Glanzflügelpapagei so gut wie gar nicht in Menschenobhut anzutreffen, danach wurden gelegentlich Verkaufsanzeigen oder Berichte über die Art veröffentlicht. Glanzflügelpapageien wirken auf den ersten Blick recht düster und eintönig und unterscheiden sich farblich deutlich von ihren in der Mehrzahl vornehmlich grün gefärbten Verwand ten. Ihre volle Schönheit kommt vor allem in einer geräumigen Freivoliere zur Geltung; nur beim Flug werden die hellblauen Schwanz- und Flügeluntersei ten sowie die dazu in starkem Kontrast stehende rote Steißbefiederung deutlich sichtbar. Manche Papageienhalter berichten, dass der Glanz flügelpapagei in der Obhut Menschen hochgradig nervös und durch die geringste Störung in Aufregung zu versetzen sei. Meine eigenen Erfahrungen mit bisher 5 Vögeln sprechen allerdings gegen diese Behauptung. Meine Tiere hatten sich nach kürzester Zeit an das Volierendasein gewöhnt und nahmen sogar Erdnüsse und Obststücke aus der Hand entge gen; von Nervosität war bei ihnen nichts zu bemerken. Es ist jedoch denkbar, dass alt eingefangene Wildfänge entschieden mehr Schwierigkeiten haben, sich an das relativ eintönige Käfigdasein zu gewöhnen, als Jungvögel.
Zucht: Die Zucht ist bisher nur sehr selten gelungen. 1974 gelang die erste erfolgreiche Zucht Dr. Swaene poel in Belgien. Weitere Erfolge hatten der Schwei zer Züchter 0. Meyer 1980 sowie in Deutschland W. Werner 1983. Das Gelege umfasst maximal 5 Eier; die Brutdauer beträgt 27 bis 29, die Nestlingszeit etwa 60 Tage.
Quelle: Papageien, W. Lantermann
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