zwei Loras
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Gelbscheitelamazone / Gelbkopfamazone  (Amazona o. ochrocephala Gmelin)

gelbstirnamazone
Foto: Christian Neugart

Die Systematik der Art bzw. Unterartgruppe um Amazona ochrocephala , sowie A. oratrix und A. auropalliata ist ein wenig unübersichtlich; auch die Artenbezeichnung scheint nicht einheitlich. Die Bezeichnung Gelbkopfamazone Amazona oratrix findet vermehrt Verwendung. Die Unterarten verteilen sich nach einer neueren Systematik auf 3 Arten mit zusammen 11 Unterarten, die den alten Unterarten entsprechen.

Gelbscheitelamazone  (A. o. ochrocephala)
Maraó Amazone (A. o. xantholaema)
Natteramazone (A. o. natteri)
Panamaamazone (A. o. panamensis) 

Gelbkopfamazone (A. oratrix belizensis)
Doppelgelbkopfamazone (A. o. oratrix)
Große Doppelgelbkopfamazone (A. o. oratrix magna)
Tres-Marias-Amazone (A. tresmariae)

Gelbnackenamazone (A. auropalliata auropalliata)
Honduras-Gelbnackenamazone (A. a. parvipes)
Roatàn-Gelbnackenamazone (A. a. caribae)

 

Gelbscheitelamazone  (A. o. ochrocephala)

Größe: 36cm

Beschreibung:
insgesamt grün; Zügel, Scheitel und Stirn gelb, gelegentlich auch Augenbereich und Schenkel ; Flügelbug rot; Schwanz grün mit grüngelber Spitze; Basis der äußeren Schwanzfedern rot; Außenfahnen mit blauem Saum; weißer, nackter Augenring; Schnabel grau mit rötlichen Seiten am Oberschnabel; Füße grau; Iris orange.

Verbreitung:
Süd- und Zentral Kolumbien, Venezuela, Guyana, Nord-Brasilien, Trinidad.

Lebensraum:
fast alle gebiete mit Wäldern und Baumbestand in der trockenen und feuchten tropischen und subtropischen Zonen bis 750m Höhe; Vögel halten sich bevorzugt an Waldrändern, in Anbaugebieten und in der Nähe der Dörfer auf;  auch Savannengebiete mit hohem Buschbestand.

Status: 
südamerikanische Arten häufig bis zahlreich; mittelamerikanische teilweise deutlicher Bestandsrückgang durch Fang und Lebensraumzerstörung; belizensis, oratrix, magna und tresmariae gefährdet.

Lebensweise:
außerhalb der Brutzeit paarweise und in kleineren Gruppen oder Schwärmen bis zu 250 Tieren; auf den Schlafbäumen in den Mittagsstunden sehr leise und ruhend; fliegen morgens gern zum Baden an nahegelegene Flüsse; klettern lieber als zum nächsten Ast zu fliegen.

Ernährung:
Sämereien, Nüsse, Früchte, Knospen, Blüten; besuchen täglich Barreiros (mineralhaltige Erde an Flussufern). 

Gefangenschaft:
laute Vögel; werden nach kurzer Zeit zahm, lebhaftes Wesen; baden gern; immer frische Zweige zum Nagen reichen.

Unterbringung:
Volierengröße nicht unter 4m x 1,5m x 2m; Außenvolieren mit Schutzhaus; im Winter nicht unter 10°C; Metallkonstruktion vorteilhaft.