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Edelpapagei (Eclectus roratus) 9 Unterarten (siehe unten)
Weibchen Männchen
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Foto: Frank Schulter www.ornithea.de
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Diese Art gehört zu der Gruppe der Wachsschnabelpapageien. Die Edelpapageien sind in den Regenwäldern des Nordostens von Queensland, Salomonen, Molukken und Nachbarinseln und in Neuguinea zu Hause. Es hat lange gedauert, bis man herausgefunden hat, dass das Weibchen und das Männchen, von einer Art, unterschiedlich gefärbt sind. Das Weibchen ist knallrot und das Männchen hat ein grünes Gefieder. Man vermutet, dass das Edelpapageien-Weibchen eine große Rolle bei der Besetzung des Eigenbezirks spielt. Sie können außerhalb der Brutzeit sehr unverträglich ihrem Partner gegenüber sein.
Unterbringung: Diese Vögel haben einen starken Bewegungsdrang, dem man unbedingt Rechnung tragen muss. In zu kleinen Volieren beziehungsweise Käfigen verfetten sie sehr schnell. Ideal wäre eine Außenvoliere, die ungefähr 5m lang und 1m breit ist. Es versteht sich von selbst, dass das Baumaterial wegen ihrer starken Schnäbel sehr robust sein muss.
Haltungstemperatur: Nachzuchttiere sind sehr widerstandsfähig und kälteresistent. Für die kühlen Tage brauchen sie dennoch einen frostsicheren, gut isolierten Innenraum.
Fütterung: Man reicht diesen Vögeln eine Körnermischung für Papageien, daneben auch viel Grünfutter, Feigen, reife und unreife Bananen, Karotten, Knoblauch, Sellerie, Erbsen, Salat, Tomaten, Beeren, gekochte Maiskolben (aus dem Fachhandel) und Hagebutten.
Verhalten: Edelpapageien sind sehr ruhige Vögel mit angenehmen Wesen, die gern fliegen. Ihre Stimme ist laut und durchdringend, doch sind sie keine echten "Schreihälse" (das hängt unter anderem von den konkreten Haltungsbedingungen ab). Sie lassen sich gern nass regnen oder mit einer Pflanzenspritze überbrausen. Edelpapageien neigen zwar nicht übermäßig zum Knabbern, doch bleiben Pflanzen in der Voliere nicht lange unbeschädigt. Diese sehr intelligenten Vögel können bei vorsichtigem Vorgehen recht zahm werden. Sie lernen unter Umständen sogar, menschliche Stimmen zu imitieren, doch erfordert dies mehr Zeit und Einsatz als zum Beispiel bei Graupapageien.
Zucht: Edelpapageien bleiben einander ein Leben lang treu. Um Paare zu bilden, setzt man am besten das Weibchen in die Voliere des Männchens; im umgekehrten Fall kann es nämlich zu Reibereien kommen. Im Alter von 3-4 Jahren sind die Vögel geschlechtsreif. Die 35 bis 40 cm großen Vögel haben eine eigenwillige Bruttaktik. Nachdem das Weibchen bis zu drei Eier in dem Zeitraum von Oktober bis Dezember gelegt hat, hat das Männchen in der Brutzeit strengstes Nestverbot. Erst nach 30 Tagen, wenn die Jungen geschlüpft sind, darf das Männchen wieder im Nest übernachten und bei der Erziehung der Jungen mithelfen. Die Nestlingszeit beträgt 70 bis 80 tage. Nach dem Ausfliegen verhält sich das Weibchen oft aggressiv gegenüber den Jungen. Beim Schlupf haben die Jungen noch einen schwärzlich-grauen Erstlingsflaum, der Schnabel ist auch noch gelb. Erst nach über einem Jahr verfärbt sich der Schnabel und geht ins Schwarze über. Die Jungen bleiben nach dem Flügge werden noch eine Weile von den Eltern abhängig. Diese Vögel sind während der Brutzeit sehr empfindlich gegen Störungen. Sorgen Sie für einen geeigneten Nistkasten aus Hartholz oder für einen Natur- Baumstamm mit einem Durchmesser von ungefähr 30 cm und einer Höhe von etwa 60 cm.
2. Halmahera Edelpapagei (Eclectus r. vosmaeri, Rothschild 1922) 3. Cornelia Edelpapagei (Eclectus r. cornelia, Bonaparte 1850) 4.Riedels Edelpapagei (Eclectus r. riedeli, A.B. Meyer 1882) 5. Westermans Edelpapagei (Eclectus r. westermani, Bonaparte 1850) 6. Neuguinea Edelpapagei (Eclectus r. polychloros, Scopoli 1786) 7. Biak Edelpapagei (Eclectus r. biaki, Hartert 1932) 8. Aru Edelpapagei (Eclectus r. aruensis, G.R. Gray 1858) 9. Queensland Edelpapagei (Eclectus r. macgillivrayi, Matthews 1913) 10. Salomonen Edelpapagei (Eclectus r. solomonensis, Rothschild und Hartert 1901)
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