Das Grünfutter stellt eine wichtige Bereicherung des Speiseplans der Papageien dar und dieses nicht etwa, weil es einen hohen Nährstoffgehalt aufweist, sondern weil es reich an Vitaminen, Mineralien und weiteren Substanzen wie einem hohen Rohfasergehalt ist. Das Grünfutter wird am besten im eigenen Garten angebaut oder aber dort erworben, wo die Qualität garantiert werden kann, denn viele Papageien, und zwar ganz besonders die kleinen, können sehr heftig auf mit Schadstoffen belastete Futtermittel reagieren. Gerade beim Salat sollte hierauf besonders geachtet werden.
    
Die Futterpflanzen können entweder gebündelt in die Volieren gehängt oder an einer sauberen Stelle auf dem Boden angeboten werden. Da es den meisten Papageien offensichtlich Freude bereitet, die Pflanzen eigenständig zu zerkleinern, empfiehlt es sich nicht, diese dem Futter bereits zerkleinert beizufügen. Wer in seinen Außenvolieren über Naturboden verfügt, kann die Samen vieler Pflanzen auch dort einsäen; allerdings dürften nur die wenigsten zur Reife gelangen, da sie schon vorher von den Papageien ausgegraben und gefressen worden sind.
 
Viele Grünpflanzen enthalten Wirkstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit unserer Papageien auswirken. Um möglichst viele dieser Wirkstoffe nutzen zu können, ist es sinnvoll, ein breit gefächertes Spektrum an Pflanzen zu verfüttern, auch wenn man keinen direkten Nutzen aus dieser Vielfältigkeit zu ziehen scheint. Manche Substanzen wirken aber besonders im Zusammenspiel mit den Wirkstoffen aus anderen Pflanzen, was natürlich nur dann gegeben ist, wenn vielseitig gefüttert wird. 
  
Da in unseren Breiten eine große Anzahl an möglichen Futterpflanzen in der freien Natur und auch in unseren Gärten zu finden sind, empfehle ich das Buch
 
Die Ernährung der Papageien und Sittiche
von Hans-Jürgen Künne
Arndt Verlag
ISBN 3-980 529 1-5-0